Danke für Ihre Unterstützung!

12.228 Österreicher und Österreicherinnen haben die Play Fair-Petition für bessere Arbeitsbedingungen in der Sportartikelindustrie unterschrieben!

Danke für Ihre Unterstützung!

Die aktivste Phase der Play Fair 2008 Kampagne ist vorbei. Von April bis August 2008 haben die Clean Clothes Kampagne, der ÖGB und die Volkshilfe gemeinsam Play Fair – die Kampagne für bessere Arbeitsbedingungen in der Sportbekleidungsindustrie - ins Rampenlicht gestellt. Es gibt noch immer viel zu tun. Den Zusagen und Ankündigungen von Sportbekleidungsunternehmen und der Sportorganisationen müssen Taten folgen. Um diesen Prozess werden sich die TrägerInnen der Play Fair Kampagne weiter bemühen und darüber berichten. Trotzdem ist es auch Zeit, eine Bilanz zu ziehen und Danke zu sagen.

Danke für die breite Unterstützung der Österreicher und Österreicherinnen!


Play Fair allüberall
Im Rahmen der Play Fair Kampagne fanden drei Pressekonferenzen statt, weiters eine Tour mit zwei Vertreterinnen von Gewerkschaften aus Hongkong durch Österreich und eine Reise mit österreichischen JournalistInnen nach China. So wurde in den österreichischen Medien 170 Mal über die Play Fair Kampagne berichtet.
Im Lauf der Play Fair 2008 Kampagne wurden zwei internationale Berichte veröffentlicht. Der erste Bericht „Keine Medaille für Olympia“ legte die Arbeitsbedingungen von Fabriken offen, die Fanartikel für die Olympischen Spiele herstellten. Der zweite Bericht „Die Hürden überwinden“ gab einen Überblick über die Sportbekleidungsindustrie und einen Einblick in die Arbeits- und Lebensbedingungen von ArbeiterInnen dieser Branche.
Es gab zahlreiche Gespräche mit politischen EntscheidungsträgerInnen, um für das Anliegen, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Sportbekleidungsindustrie, auch politische Unterstützung zu bekommen. Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka zeigte sich im Gespräch überzeugt: „Dass Österreich Vorreiter sein muss, was die Förderung von fairen und ökologischen Produktionsbedingungen auf der ganzen Welt angeht.“
Über 20 Aktionen wurden in ganz Österreich zu Play Fair organisiert, um die Öffentlichkeit auf die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in der Sportbekleidungsindustrie aufmerksam zu machen und KonsumentInnen zu motivieren, sich an den Aktionen von Play Fair zu beteiligen. Vom Infotisch bis zum Fußballnähen im Park reichte die Palette der Aktionen, die nur durch die Unterstützung von zahlreichen Freiwilligen so erfolgreich umgesetzt werden konnten.

Was hat Play Fair 2008 gebracht?
Im Gegensatz zum Internationalen Olympischen Komitee, das weiterhin ernstzunehmende Schritte zur Verbesserung der Produktionsbedingungen in seinen Zulieferbetrieben ablehnt,  hat das Österreichische Olympische Comité (ÖOC) zugesagt, soziale und ökologische Standards in ihre Lizenzverträge einzubinden.
Die Sportbekleidungshersteller haben auf die Kritik von Play Fair 2008 reagiert. Bei einem Treffen zwischen VertreterInnen von Play Fair 2008 und Sportbekleidungsherstellern (u.a. Nike, Adidas, Umbro, New Balance und Speedo) in Hongkong wurde eine gemeinsame Arbeitsgruppe gegründet. Ziel ist, die geforderten Schritte zur Verbesserung von Lohn- und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verankern und ein entsprechendes Vorgehen auf nationaler Ebene zu erproben.

Die Hürden überwinden
„Es gibt noch viele Hürden zu überwinden“, resümierte ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer bei der Abschlusspressekonferenz von  Play Fair. Aber durch die weltweite Kampagne und die Unterstützung von tausenden KonsumentInnen konnten bedeutende Erfolge erzielt werden. Aufbauend auf diese, wird Play Fair für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen weiterkämpfen, bis die Olympischen Spiele wirklich ein Fest der Völkerverständigung und der Menschenwürde werden.

Das Clean Clothes-Team bedankt sich nochmals herzlich für Ihre Unterstützung!


Weitere Infos zu Play Fair 2008