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[Thailand/Philippinen 2009] Kein Triumph für Arbeitsrechte: Zulieferbetriebe des Dessous-Herstellers Triumph entlassen 3660 ArbeiterInnen - vor allem in Betrieben mit Gewerkschaften!

Der Schweizer Dessous-Produzent Triumph International entlässt 3660 ArbeiterInnen aus Zuliefer-Fabriken in Thailand und den Philippinen – die meisten davon sind Gewerkschaftsmitglieder. Triumph gibt an, dass die Entlassungen auf die weltweite Wirtschaftskrise zurückzuführen sind. Auffällig daran: Triumph nimmt Entlassungen hauptsächlich in gewerkschaftlich gut organisierten Fabriken vor. Die Clean Clothes Kampagne geht davon aus, dass die Triumph-Zulieferer gezielt gegen Gewerkschaften vorgehen.

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Verstoß gegen ILO-Konvention
Entlassungen von GewerkschafterInnen bis hin zur Schliessung von gewerkschaftlich gut organisierten Fabriken gehören zu den üblichen Mitteln, um die Gewerkschaftstätigkeit einzudämmen oder ganz abzuschaffen. Solche Massnahmen stehen im Widerspruch zu internationalen Arbeitsstandards. Die Tatsache, dass das Management weder im Falle von Thailand, noch im Falle der Philippinen rechtzeitig und vor den geplanten Personalmaßnahmen mit den Gewerkschaften verhandelt hat, verstößt gegen die Konvention 158 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie gegen die Richtlinien für Multinationale Unternehmen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

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Seit Wochen protestieren die lokalen Gewerkschaften vor den Fabriken. Am 24. Juli zogen sie vor die Schweizer Botschaften in Bangkok (Thailand) und Manila (Philippinen), um von der Schweizer Behörde im Kampf um die Einhaltung der Arbeits- und Menschenrechte Unterstützung einzufordern.


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Kein Triumph für Arbeitsrechte
Ende Juni haben die ArbeiterInnen der Triumph-Tochterfirma Body Fashion Thailand erfahren, dass 1959 Arbeiter der 4200-köpfigen Belegschaft Ende August entlassen werden. Auch 13 Gewerkschafter des 19-köpfigen Gewerkschaftskomitees haben die Kündigung erhalten. Die gesamte Belegschaft der Produktionsabteilung, die Schwimmanzüge herstellt, wird ebenfalls entlassen; diese Abteilung war besonders aktiv beim Streik im Sommer 2008. (lesen Sie mehr LINK)
Auch in der thailändischen Triumph-Zulieferer-Fabrik WorldWell Garment Company. Ltd wurden am 1. Mai alle 41 Arbeiter entlassen. Auf ihre letzten Löhne und die gesetzlich verpflichtete Kompensationszahlung warten die Arbeiter bisher vergeblich – im Ganzen stehen etwa 50.000 EUR aus.
In den Philippinen erfuhren 1660 Fabrikarbeiter am 9. Juli, dass sie Ende August ihren Job verlieren, da die beiden Fabriken Triumph International (Philippines) Ltd. und Star Performance Inc. geschlossen werden. Die Fabriken waren gewerkschaftlich organisiert.

Ausbau von Fabriken ohne Gewerkschaften
Triumph International führt den massiven Personalabbau auf die Rezension zurück. Allerdings baut das Unternehmen die Produktion in einer Fabrik in der Nakorn-Sawan Provinz in Thailand aus. Dort sollen insgesamt rund 2000 Arbeiter beschäftigt werden, aktuell sind bereits etwa 1000 Personen tätig. Diese Fabrik hat keine gewerkschaftliche Vertretung.

Die Gewerkschaften in Thailand und den Philippinen haben sich nun verbündet und wollen gemeinsam beim Triumph International ihre Rechte einfordern. Die Protestaktionen werden von der Triumph Gewerkschaft in Thailand (TITLU) und der Triumph Gewerkschaft in den Philippinen (BPMTI) durchgeführt und neben der Clean Clothes Kampagne von der Thai Labour Campaign (TLC), dem Asian Monitor Resource Centre (AMRC) und dem Committee for Asian Women (CAW) unterstützt.

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Gemeinsam mit lokalen Organisationen und internationalen PartnerInnen fordert die Clean Clothes Kampagne Triumph International auf:

  • die Entlassungen zurückzurufen,
  • die relevanten Informationen, die zur Entscheidung zum Personalabbau in den Fabriken geführt haben, für die Gewerkschaften in Thailand und den Philippinen zugänglich zu machen,
  • den Planungsprozess für die Umstrukturierungen in Übereinstimmung mit den ILO-Konventionen und den OECD-Richtlinien für Multinationale Unternehmen gemeinsam mit Gewerkschaften erneut zu starten und in eine offene, transparente und faire Verhandlung mit den Gewerkschaften zu treten.
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