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[Bangladesch 2010] Mangelnde Sicherheitskontrollen: 21 Tote nach Brand bei H&M-Zulieferbetrieb. Blockierte Notausgänge versperren ArbeiterInnen den Fluchtweg.

Die Fabrik Garib&Garib in Bangladesch ging am 25. Februar zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten in Flammen auf. Dabei starben 21 ArbeiterInnen und 50 weitere wurden schwer verletzt. Das schwedische Modeunternehmen H&M hatte Strickware in der Fabrik in Gazipur produzieren lassen. Die Clean Clothes Kampagne und die Gewerkschaften aus Bangladesch fordern daher sofortiges Handeln von H&M und der Regierung von Bangladesch.

Urgent Action: unsere Solidarität ist wichtig! Hier & Jetzt!
Fordern wir gemeinsam die Verantwortlichen bei H&M und Garib&Garib auf zu handeln.
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Tathergang

Ein elektrischer Kurzschluss löste den Brand im ersten Stock aus und breitete sich rasend schnell auf das siebenstöckige Gebäude aus da hochentzündliche Materialien falsch gelagert wurden. Laut Angaben von HelferInnen waren Feuerlöscher kaputt oder fehlten überhaupt. Weil Notausgänge blockiert waren, schloss das Feuer die ArbeiterInnen in den oberen Stockwerken ein. Aufgrund der mangelnden Sicherheitsvorkehrungen mussten 21 von ihnen sterben.

Was kostet ein Menschenleben?

Am 7. März erhielten die Familien der verstorbenen ArbeiterInnen insgesamt gerade einmal 2.000 Euro Entschädigung. Da diese Summe nicht ausreicht, muss eine langfristige Lösung mit regelmäßigen Zahlungen für die verletzten ArbeiterInnen und die Familien der Verstorbenen gefunden werden.

Forderungen

Die Clean Clothes Kampagne hat jene US-amerikanische und europäische Bekleidungsunternehmen kontaktiert, die Produkte von Garib&Garib Sweater Ltd bezogen haben. Sie wurden über die Forderungen der verletzten ArbeiterInnen und der Familien der tödlich Verunglückten informiert. Diese umfassen langfristige Entschädigungen für alle Betroffenen und eine strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen.

Die detaillierte Auflistung dieser Forderungen finden Sie hier.

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Unzureichende Kontrollen

H&M bestreitet, dass es Sicherheitsmängel bei Garib&Garib gegeben hat. Ihren Aussagen zufolge ergab ihr Unternehmensaudit vom Oktober 2009, dass deutlich markierte Notausgänge und funktionierende Feuerlöscher vorhanden waren. Die bloße Existenz von Notausgängen hilft allerdings nicht weiter, wenn diese blockiert sind. Das gleiche gilt für kaputte Feuerlöscher von denen niemand weiß, wie sie zu bedienen sind.

Fehlendes Mitspracherecht der ArbeiterInnen

Der Fall bei Garib&Garib beweist, dass einseitige Überprüfungen von Unternehmen ihr Ziel verfehlen, ernsthafte Verletzungen internationaler Arbeitsrechte und unternehmerischer Verhaltenskodizes aufzuzeigen und dass die Gewerbeaufsicht und Regierungskontrollen erschreckend unzulänglich sind. Gleichzeitig bedeutet die andauernde Diskriminierung von Gewerkschaften innerhalb der Unternehmen, dass ArbeiterInnen nicht in der Lage sind, Verletzungen der Gesundheits- und Sicherheitsbestimmungen öffentlich zu machen. Wenn die Industrie ernsthaft zukünftige tödliche Tragödien verhindern will, muss sie ArbeiterInnen direkt in die Überprüfung der Gesundheits- und Sicherheitsstandards involvieren. Dazu muss jedoch das Recht auf Vereinigungsfreiheit respektiert und unterstützt werden.

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